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Aktuell:

15. Juni 2026 – Marktraumumstellung neigt sich dem Ende entgegen

2029 werden die letzten 200.000 Geräte an H-Gas angepasst. Dann ist der Prozess der Marktraumumstellung beendet, der 2015 in Schneverdingen (Niedersachsen) mit den ersten 8.000 Geräten begonnen hat. Bis Ende 2025 wurden 3,6 Mio. Geräte angepasst, rund 70 Prozent der Gesamtzahl von gut 5,3 Mio.. Damit sind eine Gesamtmenge von 182 TWh Erdgas von L-Gas auf H-Gas-Qualität umgestellt. In diesem Jahr werden noch einmal 516.000 Geräte angepasst. Die Zahlen nannte Stephan Kern vom Fernleitungsnetzbetreiber OGE in seinem Vortrag beim 13. Treffen der Dienstleistungsinitiative der Arbeitsgemeinschaft Erdgasumstellung (ARGE EGU)   […]

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Erdgasumstellung

Die Erdgasumstellung – auch „Marktraumumstellung“ genannt – ist eines der größten Infrastrukturprojekte der deutschen Erdgaswirtschaft, seit es die leitungsgebundene Erdgasversorgung gibt. Ab dem Jahr 2015 bis voraussichtlich 2030 müssen in Folge der Umstellung in Nord- und Westdeutschland mehrere Millionen Gasgeräte angepasst werden.

L-Gas und H-Gas

Die Versorgung der Verbraucher erfolgt im deutschen Erdgasnetz im Wesentlichen mit zwei unterschiedlichen Gasqualitäten, dem sogenannten L-Gas (low calorific gas) und dem sogenannten H-Gas (high calorific gas). H-Gas hat einen höheren Brennwert als L-Gas, das heißt, für die gleiche Energiemenge muss weniger Erdgas verbrannt werden. L-Gas wird – neben einem geringen Anteil norddeutscher Vorkommen – überwiegend aus Erdgasfeldern in den Niederlanden importiert. H-Gas kommt zumeist aus Norwegen und aus Russland.

Grund für die Umstellung

Die Erdgasumstellung ist erforderlich, da in den nächsten Jahren wegen schwindender Vorkommen die Gasimporte aus den Niederlanden (L-Gas) immer weiter zurückgehen werden. Der Erdgasbedarf kann daher nur durch zunehmende Importe aus anderen Ländern (H-Gas) kompensiert werden. Aktuelle Prognosen gehen von einer technischen Verfügbarkeit von Erdgas für 100-250 Jahre aus. Dabei unterscheiden sich die Zahlen je nach Studie und aufgrund der in der jüngsten Vergangenheit massiv gestiegenen Förderung in den USA.

Quellen u.A.: World Energy Outlook 2012; Bundesanstalt für Geo-Wissenschaften und Rohstoffe


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